Futtermittelallergie - oft unerkannt
Was ist eine Futtermittelallergie?
Bei einer Allergie auf eine oder mehrere Komponenten des Futters bekämpft das Immunsystem einen Stoff, der eigentlich harmlos ist. Meistens läuft diese Reaktion gegen ein Protein ab, Kohlenhydrate und Fette sind nur selten Allergieauslöser. Bedingt wird diese Überreaktion der Immunzellen durch ein Ungleichgewicht von Darmimmunsystem und Darmflora.
Die häufigsten Allergene sind Rind- und Geflügelfleisch, Kuhmilch, Soja, Weizen und Mais, potentiell kann aber jede Futterkomponente zum Allergen werden. In manchen Fällen kann es ausreichen, die Futterkomponente zu erhitzen, damit sie ihre allergieauslösende Wirkung verliert und somit wieder verträglich wird. Dies ist jedoch von Hund zu Hund verschieden.


Eine Futtermittelallergie erkennen
Die Symptome können vielfältig sein, zu den häufigsten gehören:
- Durchfall
- Blähungen
- Häufiges Erbrechen
- Bauchschmerzen (u.a. durch Oberkörpertiefstellung, Unruhe und Appetitlosigkeit erkennbar)
- Tränende, juckende und/oder gerötete Augen
- Hautveränderungen wir Jucken, Pusteln, Rötungen, Ekzeme, Schwellungen
- Wiederkehrend erhöhte Körpertemperatur
Die Ausschlussdiät - so wird der Übeltäter enttarnt
Eine Ausschlussdiät führt zum einem zur Linderung der Symptome, zum anderen hilft sie dabei, die Allergieauslöser zu identifizieren, damit diese vom Speiseplan gestrichen werden können. Während dieser Diät kann das Immunsystem sich beruhigen, das Wohlbefinden des Hundes wird damit deutlich verbessert. Da Bluttests auf Nahrungsmittelallergien nicht immer zuverlässig sind, ist eine Ausschlussdiät die bessere Wahl.
Während der Ausschlussdiät ist es wichtig, ein Fütterungstagebuch (Vordrucke hier erhältlich) zu führen, um genau festzuhalten, welche Komponenten gefüttert wurden und welche Symptome auftraten.
Ablauf:
Zu Beginn einer Ausschlussdiät wird der Hund auf eine einseitige Fütterung umgestellt, die nur aus wenigen Komponenten besteht, die keine Symptome verursachen. Diese Fütterung wird für mindestens vier Wochen beibehalten, der Hund bekommt auch neben den Hauptmahlzeiten keine anderen Komponenten.
Eine Mahlzeit während einer Ausschlussdiät besteht aus einer leicht verdaulichen Proteinquelle, die der Hund noch nicht kennt, und einer Kohlenhydratquelle. Geeignet ist hier v.a. Ziegen- oder Rentierfleisch, da diese nur sehr selten in Hundefutter verarbeitet werden. Andere Fleischarten wie Pferd, Strauß, Wild etc. finden sich auf vielen Zutatenlisten, hier besteht die Gefahr, dass der Hund diese Proteinquelle schon einmal bekommen hat. Auf Leckerchen, Milchprodukte (mit Ausnahme von Ziegenmilch, falls Ziegenfleisch als Proteinquelle gewählt wird) und Nahrungsergänzungsmittel muss vollständig verzichtet werden.
Wird die so zusammengestellte Mahlzeit gut vertragen, kann man nach vier Wochen (bei Junghunden nach drei Wochen) ein Nahrungsergänzungsmittel hinzugeben, um den Nährstoffbedarf des Hundes zu decken. Hier ist es ratsam darauf zu achten, dass dieses Mittel für ernährungssensible Hunde geeignet ist. Bleibt der Hund eine weitere Woche symptomfrei, kann mit der Darmsanierung begonnen werden. Hierfür sollten sowohl Prä- als auch Probiotika verwendet werden, die über mindestens vier Wochen verabreicht werden.
Und dann?
Bei einer bestehenden Futtermittelallergie sollten nach einer mehrwöchigen Ausschlussdiät alle Symptome verschwunden und das Immunsystem beruhigt sein.
Nun können dem Speiseplan langsam und behutsam wieder neue Zutaten hinzugefügt werden. In den ersten drei Wochen nach den Ausbleiben von Allergiesymptomen sollten neue Komponenten im Napf zunächst pflanzlich sein, da hier die Gefahr einer Reaktion relativ gering ist. Auch sollte immer nur eine weitere Komponente zur gleichen Zeit getestet werden, bleibt der Hund auch mit ihr eine Woche ohne Symptome, kann das Nahrungsmittel bedenkenlos weiter gefüttert werden und die nächste Zutat kann getestet werden.
Zeigt der Hund nach dem Hinzufügen einer Futterkomponente wieder Symptome einer allergischen Reaktion sollte diese sofort aus dem Napf verschwinden, denn hier wurde ein Allergen identifiziert. Diese Zutat ist für den Hund nicht geeignet. Ein Test mit einer weiteren Zutat sollte dann erst erfolgen, wenn für eine Woche keine Symptome mehr erkennbar sind.
Auf diese Weise kann man schrittweise zu einem vielfältigen Futterangebot für den Hund zurückfinden, wobei die Allergieauslöser sicher bestimmt und künftig aus dem Napf verbannt werden können.
Akute Symptome lindern - Entzündung bremsen & Entgiftung fördern
Eine Ausschlussdiät führt zum einem zur Linderung der Symptome, zum anderen hilft sie dabei, die Allergieauslöser zu identifizieren, damit diese vom Speiseplan gestrichen werden können. Während dieser Diät kann das Immunsystem sich beruhigen, das Wohlbefinden des Hundes wird damit deutlich verbessert. Da Bluttests auf Nahrungsmittelallergien nicht immer zuverlässig sind, ist eine Ausschlussdiät die bessere Wahl.
Während der Ausschlussdiät ist es wichtig, ein Fütterungstagebuch (Vordrucke hier erhältlich) zu führen, um genau festzuhalten, welche Komponenten gefüttert wurden und welche Symptome auftraten.
Die Entzündung bekämpfen
Die Entzündungsreaktion des Körpers ist für die Abwehr "feindlicher" Stoffe gedacht, wird jedoch bei einer Allergie grundlos ausgelöst. Daher sollte der Entzündung entgegengewirkt werden. Hierfür eignen sich bei ernährungssensiblen Hunden z.B.
- kaltgeschleuderter Honig als Futterergänzung
- Fisch- oder auch Pflanzenöle, die viel Omega-3-Fettsäuren enthalten
- verschiedene Heilpilze
Den Körper bei der Entgiftung unterstützen
Damit der Körper sich Schadstoffen, also auch Allergenen, schneller entledigen kann, können verschiedene natürliche Mittel unterstützend wirken:
- Heilerdekur
- Kur mit dem Naturmineral Zeolith
- Kräuter, die den Stoffwechsel und die Entgiftungsorgane anregen (z.B. Löwenzahn, Ringelblume, Schafgabe oder Brennnessel)
- Algen (Spirulina oder Chlorella)
